Interdisziplinäre Aufgaben Reduzierung komplexer Sachverhalte - Lösungen suchen

Beirat, Aufsichtsrat, Finanzexperte

Eigentümer mittelständischer Unternehmen in der Rechtsform der GmbH, KG, oder GmbH & Co. KG haben in den letzten Jahren Beiräte in ihren Unternehmen etabliert, von denen ein positiver Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und Entwicklung der Gesellschaft ausgehen sollte. In vielen Fällen entsprachen die Aktivitäten und Ergebnisse der bestellten Beiräte jedoch nicht den Erwartungen ihrer Entsender. Der Grund ist wohl in den unterschiedlichen Vorstellungen über den Aufgabenbereich des Beirates zu finden.

Im Sinne der Betriebswirtschaftslehre besitzt der Beirat eine Kontrollfunktion, ihm wird jedoch keine aktive Tätigkeit für die Entwicklung des Unternehmens zugeschrieben. Anders als für den Aufsichtsrat, gibt es für den Beirat keine gesetzliche Normierung seiner Tätigkeit.

Demgegenüber unterliegen der Aufsichtsrat der GmbH (§ 52 GmbHG), als auch der Aufsichtsrat der AG (§ 95 ff AktG), als Kontrollgremien der gesetzlichen Normierung. Der Aufsichtsrat wird zwar von den Gesellschaftern gewählt, jedoch ist er bei seinen Entscheidungen nicht dem Willen der Gesellschafter unterworfen.

Seit dem Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) in 2009 hat sich das Anforderungsprofil, zumindest des Aufsichtsrats bei kapitalmarktorientierten Gesellschaften, erhöht. Seit diesem Zeitpunkt hat mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrates „Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung“ aufzuweisen. Laut dem Beschluss des OLG München vom 28. April 2010 ist das Anforderungsprofil des „unabhängigen Finanzexperten im Aufsichtsrat“ weit auszulegen.

Der Aufsichtsrat, bzw. dessen Prüfungsausschuss, hat nach der gesetzlichen Normierung die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risk Managements sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, zu gewährleisten. Er muss in der Lage sein, die Angaben des Vorstandes und des Abschlussprüfers auf Plausibilität zu überprüfen. Bei aktiven Tätigkeiten für das Unternehmen (zum Beispiel als Lobbyist oder als Berater mit eigenen Interessen etc.) besteht eine Berichtspflicht. Auch ist in manchen Fällen ein Compliance-Verstoß nicht auszuschließen.

Unsere Tätigkeit

Wir beraten, punktuell oder laufend, Aufsichtsrats- und Beiratsmitglieder bei ihrer Kontrolltätigkeit in den entsprechenden Unternehmensgremien, analysieren die ihnen zur Verfügung stehenden Daten und lenken ihre Aufmerksamkeit auf Unstimmigkeiten sowie unterstützen Sie bei Fragen auf dem Gebiet der Compliance.

Natürlich stehen wir auch als „unabhängiger Finanzexperte im Aufsichtsrat“ sowohl Familienunternehmen als auch börsennotierten Gesellschaften zur Verfügung. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, würden wir uns über einen persönlichen Kontakt freuen, zumal gerade die Gremienberatung und Gremienarbeit ein Höchstmaß an persönlichem Vertrauen erfordern.